Samstag, 12. Mai 2012

Abschluss Maurerarbeiten OG Norden/Osten, Isolation EG BA2/3





Am Montag haben wir nach Klärung mit Simon den westlichen Teil der Nordmauer des OG hochgezogen und die Sockelsteine für das östliche der beiden grossen Fenster gesetzt. Am Dienstag haben wir dann die Mauer abgeschlossen und noch den Sturz für das östliche Fenster OG BA2 gesetzt und damit die Arbeiten abgeschlossen.

Den restlichen Nachmittag haben ich dazu genutzt, einen grossen Teil des neuen Beetes auszuebnen und den neuen Kompost in Betrieb zu nehmen. Währendessen hat Kalle begonnen, den Dachstock von BA1 zu entstauben, da sie diesen in Bälde zu Wohnzwecken in Beschlag nehmen will.

Am Mittwoch haben wir mit den Isolationsarbeiten der Wand zwischen Haus und Remise (BA2/3) begonnen. Die unteren 1.20 Meter wurden mit 20 cm XPS isoliert, welches mit Schwarzanstrich geklebt und anschliessend gedübelt wurde. Diese Arbeiten waren am Donnerstag abgeschlossen. Die weitere Isolation erfolgt in 20 cm Steinwolle. Am Freitag sind wir dann gut im Obergeschoss angelangt.





Samstag, 5. Mai 2012

Mauer BA2 OG Norden, Ausfachung BA2/3 OG Osten


Am Mittwoch haben wir mit der Aufmauerung der nordseitigen Wand im OG BA2 begonnen, welche am frühen Nachmittag fertig war.

Das Nachmittagprogramm wäre eigentlich die Mauer OG BA1 Norden gewesen, musste jedoch verschoben werden, da irgendein Verrückter aus Ardez kurzerhand alle 20er Steine bei Tirona aufgekauft hat (16 Paletten à je 36 Steine), ohne vorzubestellen. Diese Situation haben wir uns jedoch zunutze gemacht, die Wand entlang der Grenze BA2/3 im OG freizulegen. D.h. für alles lagernde Material - primär Holz - neue Lagerplätze finden und den Remisenboden im OG östlich entlang der Trennlinie öffnen, was auch für die anschliessenden Isolationsarbeiten nötig ist. Ausserdem musste die Oberseite des Balken, welcher 1.25 Meter unterhalb des Ringbalkensystems verläuft, freigelegt werden, damit der Zwischenraum zwischen diesem Balken und dem Ringbalkensystem am Donnerstag ausgefacht werden kann. Somit besteht im Anschluss der gesamte Baukörper bis auf diese Höhe aus einer schön homogenen Steinhülle.

Bevor ich am Donnerstag die neu gelieferten Steine geholt habe, bin ich noch schnell beim Crüzer vorbei, um die sich in der Zwischenzeit angesammelten Abfälle zu entsorgen (Zellulosesäcke, Zuschneidereste von der Dachkonstruktion, leere Beton- und Mörtelsäcke, Abfälle vom Einblasen, den Vorbereitungen und Abschlussarbeiten dazu).

Am Mittag haben wir dann nach dem Einrichten der Faulenzer (Hilfslatten für beschleunigtes Mauern) mit dem Ausfachen der am Vortag vorbereiteten Abschnitte begonnen. Gegen 20:00 waren wir - bis auf den Fenstersturz des östlichen Badezimmerfensters im OG BA2 - mit der Ausfachung fertig.

Dienstag, 1. Mai 2012

Abbruch Mauer BA1 OG Nord - Einzug Betonband

Am Montag haben Kalle und ich begonnen, die Mauer im OG BA1 gegen Norden (Garten) abzubrechen. Dafür haben wir die Zimmer mittels Blachen von der Staubentwicklung entkoppelt, die Schuttrutsche im EG BA2 installiert und den Weg von dort durch die Remise Schubkarrenfähig gemacht.

Der obere Teil der Mauer war, da aus Bruchtsteinmauerwerk bestehend, leicht abzubrechen. Der untere Teil war leider halbherzig, d.h. mit Bruchsteinen durchsetzt, betoniert. Aus diesem Grund hat Kalle die Mauer vertikal in Segmente zerspitzt, welche ich dann mit dem russischen Handhammer nach sibirischer Art zerschlagen habe.

Gegen Abend war dann die gesamte Mauer in der Mulde verschwunden, jedoch haben wir unseren Einsatz am nächsten Tag gespürt, als wir den nun weiter unten liegenden Mauerkopf für das Betonband vorbereitet haben: Dazu gehört das Abtragen auf das finale Niveau, das Reinigen, um eine gute Verbindung zwischen Mauerwerk und Beton zu erreichen, das Zuschneiden der XPS-Platten, welche die Wärmebrücke zwischen Betonband und Drainagebetonwanne verhindern, das Erstellen der Schalung, das Zuschneiden der Eisen (eine Matte und zwei 1cm dicke Längseisen) und das Auslasern des Niveaus.

Erst nachdem ich 600kg Betonkies (nolla/seidesch, i.e. 0/16er) vom Kieswerk in Sur En geholt und den Betonmischer angestellt habe, haben sich unsere Gemüter wieder erholt. Insgesamt haben wir sieben Maschinen zum Füllen des Bandes benötigt, das entspricht etwa 420 Litern.



Freitag, 27. April 2012

Einblasen der Zellulose ins Dach - Teil II

Am Freitag haben wir die restlichen Bahnen mit dem grossen Einblasschlauch gefüllt bis nur noch die Fensterleibungen und wenig andere feine Elemente übrig waren.

Feinere Elemente muss man mit einem dünneren Einblasschlauch (in unserem Falle zwei Zoll) ausgeblasen werden. Dort ist die Gefahr des Verstopfens an der Reduzierhülse am Übergang Förderschlauch/Einblasschlauch höher und man sollte die Rückstaumomente möglichst antizipieren und die Maschine stoppen. Ausserdem ist eine Einstellung mit weniger Material und höherem Druck hilfreich, da sonst das Material nicht in alle Ecken des Elementes gelangen oder zu wenig verdichtet werden. Schlussendlich habe ich viel mit Material 2 und Luft 8 gearbeitet. Gerade die Leibungen der Fenster waren diesbezüglich kritisch und erforderten einige zusätzliche Einblasöffnungen, damit eine satte Füllung gelingt, was gerade hier essentiell ist, da Wärmebrücken am Fenster zu fiesen Kondensationsproblemen führen können.

Nach viel mühsamer Kleinarbeit, Zellulose am ganzen Körper und dem Einbringen zusätzlicher Verstärkungen an Dampfbremsenanschlüssen waren wir etwa um drei fertig und konnten die Maschinerie ausblasen und abbauen. Anschliessend haben wir von Hand und wenn nötig fehlendes Material an die Einblasöffnungen nachgefüllt und diese anschliessen mit Klebeband verschlossen. Um 20:30 war das Projekt "Dachisolation" abgeschlossen.

Donnerstag, 26. April 2012

Einblasen der Zellulose ins Dach - Teil I

Bevor wir überhaupt unseren Zmorgekafi runtergeleert hatten, bekamen wir schon das Telefon vom Spediteur und fünf Minuten später waren wir schon am Umladen von Zellulosesäcken vom Camion in unser Büssli, da der Camion mit seinem Anhänger nicht die enge Strasse zu uns hinaufgekommen wäre. Schlussendlich haben wir in drei Fuhren 126 Säcke à 15 kg (1.9 t) Zellulose in der Remise und hinter dieser aufgetürmt. Anschliessend haben wir mit dem sehr netten Camionfahrer den sehr schwehren Zellofant vom Brunnen beim Tourismusbüro zu uns hochgeschoben und in der Remise platziert.
Anschliessend habe ich die vorhandenen, alten Starkstromsteckdosen ausgemessen und feststellen müssen, dass keine dieser (insgesamt 4 Stück) nur zwei Phasen führten und somit für unsere Zwecke unbrauchbar waren. Zeit für einen richtigen Baustromanschluss. Um viertel vor zwölf sind wir dazu ins Büro von der Impraisa geschneit, damit wir noch vor dem Mittag eine moderne Starkstromkupplung mit ein Paar Metern Kabel abstauben konnten. Ausserdem war ich froh über die aktuelle "Pinbelegung" dieser. Kurz vor Mittag halten sich auch dumme Kommentare und Sätze wie "ja, das ist nicht so einfach wie Sie sich das vorstellen" in Grenzen, da alle schnell in den Mittag wollen. So kommt man schnell zu seinem Material.
Nach einer kurzen Stärkung hat Carla angefangen, den 20 Meter langen und 3 Zoll dicken Förderschlauch von dem in der Remise stehenden Zellofanten in das Dach zu legen, während ich die schöne Baustellenstromversorgung erstellt habe (3 x 400 V à 15 A). Anschliessend haben wir den Einblasschlauch (2.5 Zoll) an den Förderschlauch angeschlossen, die Funkfernbedienung installiert und anschliessend den Zellofanten getestet und warmlaufen lassen. 



Die erste schmale Bahn habe ich dann im Anschluss im Süden an der Stirnseite der Hütte ausgeblasen, um mich dann im Anschluss Richtung Osten vorzuarbeiten (zwischendurch mussten wir noch Klebeband zum Schliessen der Einblaslöcher organisieren). Die Einstellung Material 4, Luft 7 (das ergibt etwa eine Dichte von 60 kg pro Kubikmeter) hat sich trotz (oder gerade wegen) seiner geringeren Fördermenge als sehr angenehm herausgestellt. Das Verhältnis Luft zu Material ist Dichtebestimmend, jedoch schön nichtlinear.

Während ich im Dach eingeblasen habe, hat Carla unten einen Sack nach dem anderen in den Zellofanten geleert. Der Ablauf beim Einblasen ist wie folgt: Man schneidet ein etwas grösseres Loch als der Einblasschlauch dick ist in die schöne Dampbremse, dann schiebt man den Schlauch bis ganz nach unten in den jeweiligen Sparrenabschnitt (wobei ich die einzelnen Sparrenabschnitte in zwei Abschnitten gefüllt habe - unten dann oben) und startet die Maschine via Fernbedienung. Dann wartet man bis man den Beginn eines Rückstaus spürt (das lernt man sehr schnell) und zieht ab dann den Schlauch langsam immer knapp an dieser Rückstaugrenze heraus, bis der Abschnitt, den man ausblasen will, gefüllt ist. Somit lässt sich eine ziemlich homogene Dichte erreichen. Das Loch muss man nicht sofort schliessen, ausser der Beginn eines neuen Abschnittes befindet sich in unmittelbarer Nähe. Da bei uns jedoch die Sparrenabschnitte mittig durch die Mittelpfette geteilt werden, war dies nie nötig.

Von halb vier bis etwa halb neun haben wir drei Viertel des Daches ausgeblasen. Das entspricht etwa 3/4*1890/5 = 284 kg/h also etwa alle drei Minuten ein Sack, wobei die Pausen nicht mit eingerechnet wurden.

Mittwoch, 25. April 2012

Vorbereitung Einblasen, Aufräumen

Am Donnerstag haben Carla und ich ein wenig das Dachgeschoss aufgeräumt und für die am vorraussichtlich Donnerstag beginnenden Einblasarbeiten vorbereitet (Kisten abgedeckt, die alte Fridolinküche von der Staubentwicklung entkoppelt). Ausserdem haben wir die sich angesammelten Unmengen an Abbruchholz zu ofenkompatiblen Stücken zersägt. Zwischendrin haben wir noch Karton und Papier beim Crüzer entsorgt und ein Palett Poroton Steine (Artikelnummer 115) und 8 Sack Mörtel bei Tirona geholt, welche wir für die Arbeiten an der Mauer OG BA1/2 Nord nächte Woche brauchen werden und darum schon einmal hinter dem Haus deponiert haben.

Dienstag, 24. April 2012

Abschluss Dampfbremse und Dachunterkonstruktion und Vorbereitungen zum Einblasen

Das Wochenende vor Ostern und über das Osterwochenende haben Carla und ich (beide WE) und Daga (Ostern) das Dach für das Einblasen der Zellulose parat gemacht.

Dazu gehörte unter anderem das Abschliessen der Dampfbremse, primär waren noch viele Detailanschlüsse an Pfetten, Haus-Stirnseite und sonstigen Durchbrüchen abzuschliessen.

Die fertigen Flächen mussten dann im Anschluss mit einer Horizontal- und Vertikallattung, welche auf die Aufdoppelungsbretter geschraubt wurden, gegen Innen abgeschlossen werden. Diese Latten tragen dann das Gewicht der Zellulose und dichten zum Teil die Dampfbremsenbefestigungen mittels Bostich/Tacker ab.

Zwischen den Latten wurde teils etwas Platz gelassen, das erstens die Luft hinter der finalen Beplankung (noch nicht definiert) besser zirkulieren kann und zweitens später die Verkabelung (Strom/Daten) dort erfolgen kann.

Gegen die Remise (BA3) musste die Konstruktion zumindest so abgedichtet werden, dass beim Einblasen die Zellulose dort nicht wieder rausfliegt.

In den Wochen nach den Vorbereitungsarbeiten habe ich vom Unterland aus bei Climacell sowohl Zellulose, als auch die Einblasmaschine (Zellofant) und deren Transport ins Engadin organisiert. Das Material sollte am Donnerstag Vormittag eintreffen - wir haben dann den Rest vom Donnerstag und Freitag Zeit, die Zellulose einzublasen.

Ich sitze gerade im Zug nach Landquart, wo ich Kalle treffe und von dort nach Sent fahren, denn morgen beginnen offiziell die Abschlussarbeiten zu Phase II.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Vorbereitung Einbau Fenster Stüva & Schlafzimmer; spontane Hardcoreaktion

Nach dem intensiven Wochenende und dem anstrengenden Montag beabsichtigten wir, den Dienstag einigermassen gemütlich anzugehen. Da am Mittwoch, 14.12.2011, die neuen, wunderprächtigschönen Lerchenfenster vom Fenstermenschen eingebaut werden sollten, wollten wir die Stüva ausräumen und somit Uli’s Büro temporär in den Vorraum verfrachten, damit die Gerätschaften vom Staub verschont bleiben würden. Nach dieser Ausräumaktion konnten wir sodann zuerst mit Heissluftföhn (400 °C) und Spachtel die alte Farbe auf den Stöcken der alten Fenster entfernen und diese sodann fein abschleifen. Welche Dämpfe und wie viel Feinstaub wir dabei eingeatmet haben wollen wir gar nicht wissen. Während Uli noch mit den letzten Sch(l/w)ei(f/n)ereien beschäftigt war, begann ich, das Mobiliar des Schlafzimmers ins Gästezimmer zu transportieren, da auch im Schlafzimmer die entsprechenden Vorbereitungen für den Einbau der neuen Fenster anstanden. Danach noch eine wirklich intensive Entstaubungsaktion im Dach. Nach einer kurzen Kafi-& Brotpause wollten wir noch rasch die Holzverschalung rund um die beiden Fenster im Schlafzimmer beseitigen, um den benötigten Platz für die Montage zu schaffen. Sobald wir die erste Latte entfernt hatten und den Blick auf das sich darunter befindliche alte Holz werfen konnten glänzten unsere Augen – wunderschönes, vom Russ geschwärztes altes Gebälk schönster Zimmermannskunst trat zum Vorschein. Wollten wir ursprünglich lediglich „rasch was rausreissen“, entschieden wir uns gegen 18.00 Uhr spontan, die eine Wand vollständig von der alten, hässlichen Holzverkleidung zu befreien – der Gwunder darüber, wie das Zimmer wohl ohne Wandverkleidung aussehen würde, siegte über die Müdigkeit. Als wir die eine Wand freigelegt hatten, waren wir so begeistert von dem, was sich uns präsentierte, dass uns die Demontage-Wut übermannte, so dass um Mitternacht nach einigem Kopfschütteln über das vermeintliche ästhetische Empfinden anderer Menschen und ein paar Bierchen das „neue Zimmer“ in seiner fast ganzen Pracht (Boden und Decke gilt es auch noch rauszureissen), entstaubt und atemberaubend schön uns zu Füssen lag.

Montag, 12. Dezember 2011

Material und Mulde füllen

Am Morgen Material bei Tirona geholt:
  • 20 Sack Beton
  • 45 m2 Enkadrain CK20
  • Baufolie
  • Butylklebeband 30mm
  • Sopralen Schwarzanstrich
Noch ein wenig mit dem Saxofonist und Tironalagerist Hans gequatscht. Im Anschluss 4 grosse (20 Liter) Kübel beim alkoholisierten HGC-Typ eingepackt und in Ramosch bei Koch 160 Meter Dachlatten oben drauf gelegt. Damit sollte uns in der nächsten Zeit nicht langweilig werden, was ja sonst immer die Gefahr ist.

Ab dem Mittag haben wir dann die Samstagschuttberge in die am Morgen frisch gewechselte Mulde befördert, was etwa um 16:30 nach einigen nervlichen Zwischenfällen erledigt war. Waren eher 4.5 m3 als 4.

Nach über einem Monat mit Betons Mitbewohnerschaft das erste Mal Feinstaubrindfischmaismehl für das Fellige erworben. Demzufolge schreitet das Projekt Domestizierung unweigerlich voran...

Sonntag, 11. Dezember 2011

Muldefüllen und Dampfbremsarbeiten

Am Vormittag den Rest der Mulde mit Schieferabbruch aus den Sockelausschachtungen gefüllt. Heute war primär der Jones am unteren Ende des Förderbandes, während ich noch ein wenig Material aus dem nördlichen Teil des EG BA2-Bodens abgetragen habe. Parallel habe ich einige der am Montag vor einer Woche gelieferten Fenster schon einmal in die Nähe ihrer Finalen Destination geschleppt.

Am Nachmittag haben wir dann in Dreierformation mit Daga an dem Abschluss der Dampfbremsarbeiten gearbeitet, denn der Plan ist, die Zellulose Ende Januar einzublasen. Um 16:00 ist der Jones dann auf den Zug, Daga und isch haben dann noch bis 20:00 weitergearbeitet.

Samstag, 10. Dezember 2011

Abbruch Treppe und dem anderen unästhetischen Krempel

Samstag Morgen mit Jones um 7:36 auf den Zug in ZH, 11 auf der Baustelle. Zuerst die Abstützung des Balkens hinten beim Förderband so modifiziert, dass man unterhalb die Drainage und den Sockel betonieren kann. Dann noch den nördlichsten Deckenbalken UG BA1 im Westen abgestützt und begonnen, die Wand östlich von der Bestandstreppe mit dem lässigen Vorschlaghammer herauszubröseln. Im Anschluss musste auch die westliche Mauer dran glauben. Vorher haben wir jedoch den zuvor abgestützten Balken mit der Motorsäge vom Dabelyou durchgehauen und entfernt (durchaus freundliches Gewicht). Der inzwischen angefallene Schuttberg war auch erstaunlich. Während Jones die Reste des Anschlusses der alten Kosmetikmauer am nördlichen Türbogen behutsam mit der GeWalt weggespitzt hat, habe ich mit dem Abbruch der Treppe, die Hilti TE 3000 AVR zwischen den Beinen, begonnen. Im Kontrast zu den sonst eher dürftigen Materialien der Bestandskonstruktion war der Betonunterbau der Treppe mit einem psychedelischen Beton erstellt worden und wir sahen schon unser Tagesziel in Gefahr, i.e. die komplette Demolierung der totalen Schose. Doch nach einer strategischen Querung der Treppe mit der Hilti in alternierender Operation der Hilti durch beide Protagonisten gab diese dann zum Glück ihren letzten Widerstand auf (bis jetzt Huaraluschtigmüllpost haha). Zu diesem Zeitpunkt war es etwa 17:30. Offizieller Abschluss aller Lärmemittierenden Arbeiten ist am Samstag 17:00. Christian "Chrigl" Werro wollten wir nicht seinen allerletzten Nerv rauben. Nach einer kurzen Verpflegung haben wir bis zum Pizzaznacht noch ein wenig geförderbändlet.

Samstag, 3. Dezember 2011

Abbruch für Sockel Mauer UG Nord, Material aus Keller.


Am Samstag habe ich primär die gestrigen Abbrucharbeiten fortgeführt und quasi die gesamte nördliche Wandlänge bis auf den Treppenbereich und das Eck unter dem zentralen Tragwerk abgebrochen. Die Treppe muss zuerst noch in einer separaten Aktion abgebrochen werden, da der Schutt nicht in die Aushubmaterialmulde darf, sondern separat entsorgt werden muss. Im Eck unter dem zentralen Tragwerk lag noch zu viel Schutt, welcher zuerst hinaus muss, bevor ich dort weiterspitzen kann.

Um 16:15 kam dann zum Glück noch Josch und ich konnte, nach einer kurzen Stärkung mit ihm alles lose Material (etwa 2.7 m3), welches die weiteren Abbrucharbeiten behindert, innerhalb von zwei Stunden in die Mulde jagen.

Freitag, 2. Dezember 2011

Zement, Drainrohre, Abbruch UG.

Am Vormittag wollte ich mir, als ich die Schuttröhren zurückbrachte, die grosse Hilti zurückholen, welche Arbeiter von Fabio benötigten. Leider war niemand auf der besagten Baustelle, noch konnte der Bauführer aufgetrieben werden, der den Schlüssel dafür hatte. Der eine Bauarbeiter hat mir dann versprochen, dass er den Hammer bei mir vorbeibringen würde, was aber dann doch nicht geschah. Vor dem Mittag bin ich noch bei der Tirona AG vorbeigefahren und habe 22 Sack Zement, 25 Meter 110mm Drainagerohre und diverse Rohranschlüsse besorgt.

Bild vom 3.12.11
Zum Zmittag war ich bei Vre und Roberto eingeladen. Im Anschluss habe ich zwei Nusstorten für Andrea, den Mechaniker und Magaziner von Fabio und Fabio selber vorbeigebracht, zum Glück war der Hammer im Magazin und ich konnte am Nachmittag mit den Abbrucharbeiten im UG fortfahren. Momentan arbeite ich an den letzten etwa 15 cm, welche nötig sind, dass die Oberkante des Mauersockels genau auf Fussbodenniveau zu liegen kommt. Die Bahn, welche ich dazu entlang der nördlichen UG-Wand spitze ist 70 cm, da das Fundament/Sockel-L 60 cm breit ist. Für die Drainage muss ich dann nochmals 110 (Rohr) + 20 (Enkadrain CK 20) + 30 (Betonunterlage) = 150 mm unter dem Sockelunterkantenniveau spitzen. Im Bereich zwischen BA1 und 2 sogar noch etwas tiefer, da die Drainage noch das Normgefälle von 0.5% erhalten muss, was bei BA2 etwa 7m + 4m Länge etwa 5.5 cm sind. In BA1 ist die Drainage etwa gleich lang, dementsprechend auch das Gefälle.

Am Donnerstag habe ich noch bei Hilti direkt online einen neuen Meisselaufsatz bestellt, welcher zu meinem Erstaunen und Freude schon heute gekommen ist, denn der alte ist wirklich ziemlich durch gewesen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Laser repariert, Kies rein, Mischer rein.


Heute morgen habe ich den Laser repariert. Dazu hab ich die alten NiCa-Akkus ausgebaut und das Teil auf reinen Netzbetrieb umgebaut (ein altes Netzteil von meiner toten Casio Digitalkamera). Bislang noch provisorisch, eine schöne Buchse oder Zugentlastung wäre noch nett.

Ab dem Mittag bis ca 16:00 habe ich die am Morgen gelieferten 2.7 m3 0-16er Betonkies durch die Schuttröhren in den Keller geschaufelt. Im Anschluss noch etwas aufgeräumt und um 18:00 mit dem Werner und Mario den grossen Fabiomischer durch das Hauptportal neben den Kieskasten gewuchtet.

Mittwoch, 30. November 2011

Güsel weg, Findlinge weg, Türe weg, Röhre rein, Vorbereitungen für Kies. Laser gratis.

Etwas aus dem Kontext, aber hier
war gerade noch Platz: Die
sogenannte Ecke unterm Tragwerk.
Die zwei letzten grossen Findlinge mit der Hilti gespalten, dabei einen Meissel unnötig geplättet. Granit ist nicht gut.

Abholung der Mulde organisiert (welche trotzdem nicht bis zum Abend abgeholt worden ist).

Bauabfälle, die alte Hintertüre OG BA1, die alte Haustüre zersägt und alles in den Bus. Dann nach Scuol zum Crüzer entsorgen. Im Anschluss noch schnell neue Halogenbirnen für die Baustrahler, Japanmesserklingen und Thermoarbeitshandschuhe erworben.

Auf der Rückfahrt bei Fabio-Bau vorbei und 5 Schuttröhren und den grossen Betonmischer ausgeliehen. Den Baulaser konnte ich leider nicht ausleihen, da kaputt, ich durfte ihn trotzdem mitnehmen, da mir schon oft aufgefallen war, dass das Netzteil schlecht war. Evtl. kann ich ihn reparieren und beliebig lang benutzen.

Abbrucharbeiten in der besagten Ecke und in der südöstlichen Ecke BA2 im UG. In einer Pause den Materialbedarf für die Sockelbetonierarbeiten berechnet:

(4.40 + 7.40+0.4-0.6 + 1.40 + 6.80-0.6 + 2.50-0.6)*0.3*0.6 = 3.8 m3 Beton.
Dichte eingerüttelter Portlandzement: 1.6-1.9 kg/dm3 ~= 1750 kg/m3
Beton der Expositionsklasse XC2 (nass, selten trocken, e.g. Fundamente) benötigt 280 kg Zement pro m3, damit lässt sich auf das Zementvolumen schliessen:

VZement = 3.8 m3 * 280 kg/m3 / (1750 kg/m3) = 0.68 m3 Zement

Mit dem Wasserzementwert

w = Wassergehalt : Zementgehalt

welcher ebenso durch die Expositionsklasse vorgeschrieben wird wXC2 = 0.65 lässt sich mit dem Zementgehalt auf den Wassergehalt schliessen (das im Kies gebundene Wasser inklusive):

VWasser/m3 = wXC2 * Zementgehalt = 0.65 * 280 kg/m3 = 182 kg/m3 = 182 l/m3 = 0.18 m3/m3

Mittels Wasser und Zement kann man dann das Kiesvolumen berechnen:

VKies := VBeton - VZement - VWasser = 3.8 m3 - 0.68 m3 - 0.18 m3/m3 * 3.8 m3 = 2.436 m3

Zement: 3.8 * 280 / 25 = 42.6 Sackerl Zement

Am Abend habe ich dann noch einen Kasten (2 m x 2.5 m x 0.50 m = 2.5 m3) aus Schaltafeln im Untergeschoss BA2 gebaut, in welchen ich den Kies morgen mittels der Schuttröhren von der Rampe hinter dem Haus befördern werde.

Freitag, 18. November 2011

Abbruch Ecke unter Tragwerk, neues Einrichten Förderband.

Förderband etc. (Bild vom 3.12.11)
Morgens den Rest der Mulde mit dem Material, welches ich noch hoch ins EG werfen konne, gefüllt, damit sie am Nachmittag ausgewechselt werden kann. Den Rest vom Vormittag mit der neuen Methode weiter Material abgebrochen, bis ich auf fiese Quarzbänder gestossen bin. Das war dann die Motivation, zu dem Magaziner von Fabio Bau, Andrea, zu fahren und die grosse Hilti zu holen.

Er und der Mader (Transportunternehmer von Sent) haben mit mir noch ein wenig gescherzt und mich mit "Ahh, da kommt Andy Ovenstone Nummer zwei!" begrüsst. Andy Ovenstone baut auch ein Haus in Eigenregie um und hat auch unglaublich viel Kubikmeter aus seinem Keller herausgeschaufelt. Er hatte jedoch den Vorteil, dass seine Hütte nicht auf Fels gebaut ist. Dafür hat er das Pech, dass seine Hütte in einer Senke liegt und er dadurch Entwässerungsprobleme bekommen hat.

Mit der Hilti hab ich dann so lange abgebrochen, bis ich das Material nicht mehr wegschieben konnte. Daraufhin habe ich mich an die Wiederinstallation des Förderbandes gemacht, da ja durch das Erstellen der Wand BA2/3 die alten Öffnungen nicht mehr vorhanden bzw. ungeeignet für einen angenehmen Förderbandbetrieb sind. Dafür habe ich den östlichsten Balken der UG Decke mit einem Spriess abgestützt und an der südlichen Seite der BA2/3 Türe im EG den Balken gekappt. Dadurch habe ich jetzt ein etwa 3 mal 3 Meter grosses Loch im EG-Boden. Vorher musste ich noch die Abflussrohre von Friedel Bearths alter Scheisse demontieren, was ich sowieso schon lange machen wollte.

Zu meinem Erstaunen konnte ich das Förderband (Condecta LIBA 400) sogar komplett alleine installieren. Dann können wir morgen früh grade Vollgäse geben. In der Zwischenzeit ist auch die neue Mulde gekommen.

Den Rest vom Tag habe ich mit Aufräumarbeiten beschlossen. Ich hatte auch noch die Idee, dass, wenn ich OG BA2 Nord mit Blache abschliesse, an wärmeren Tagen vielleicht genug Temperatur habe, um von innen Mauerwerk hochzuziehen.

Bild: Querschnitt Mauer Bestand UG BA2 nord: Die Balken müssen nicht unbedingt so durchnässt sein: Die Mauer ist einigermassen hoch über dem Schiefersockel und schön mit losem Material/Schutt hinterfüllt. Wenn man seine Hütte liebt, achtet man darauf, dass sich oberhalb der Schüttung kein Dreck sammelt, welcher die Feuchtigkeit hält. Die letzen Hausbesitzer oder sogar noch früher, haben das jedoch schleifen lassen. Somit konnte diese Dreckschicht schön die Feuchtigkeit halten, welche natürlich kapillar in die Balken gewandert ist und auch das Mauerwerk durchnässt hat.

Donnerstag, 17. November 2011

Abschluss Mauer BA2/3, Beginn Abbruch Ecke u. Tragwerk

Den Vormittag habe ich genutzt, um die Mauer BA2/3 abzuschliessen, i.e. die fehlenden Steine an den Stellen zu setzen, wo sich die temporäre Abstützung befand. Das ist eine mühsame Arbeit, da fast alle Steine zugesägt werden und die oberen Anschlüsse unter dem Balken mit Mörtel aufgefüllt werden müssen.

Am Mittag kam dann mein Statiker, Peter Brem, vorbei und er hat mal wieder meine Sorge um das Absägen des Riegels als unnötig befunden. Weiterhin haben wir den Ablauf der Betonierarbeiten im UG besprochen. Ich werde jetzt ein paar Schnitte zeichnen, damit die Mauer dimensioniert werden und die Eisen bestellt werden können.

Leider machen die Betonwerke Anfang Dezember bis etwa Februar zu, da der Kies gefriert. Man kann theoretisch noch bestellen, aber der Beton ist dann sehr teuer, da sowohl der Kies entfrostet, als auch das Wasser geheizt werden muss. Das erfordert meinerseits eine Neuplanung der Abläufe. Für die Drainage und das Mauerfundament (60cm breites L, mindestens 20cm hoch) habe ich mit ihm jedoch schon die Variante ins Auge gefasst, 2 Kubikmeter Kies in den Keller zu schütten, ein Palett Zement organisieren und mit dem grossen Fabiomischer für die Drainage und Sockel/Fundamentarbeiten den Beton im Keller anzumischen. Ich werde in den nächsten Tagen einen Schlachtplan erstellen.

Herr Brem hat ausserdem gefragt, wer die Mauer BA2/3 gemauert hätte, die sei wirklich sehr schön. Sehr angenehmer Bauchpinsel war das. Ausserdem können sich Kalle, Michi und Josch auch einen grosse Scheibe davon abschneiden. Allgemein war er erstaunt/erfreut über den rassigen Fortschritt.

Aufräumen: Gemauert wird das nächste Mal OG BA2 Nord.
Am Nachmittag habe ich noch kurz das Material der Mauer BA2/3 Arbeiten versorgt und dann sogleich den Riegel durchtrennt. Danach war die Bruchsteinmauer, welche auf einem grossen, schrägen Schiefersockel steht, schnell abgebrochen. Im Anschluss habe ich schon begonnen, den Schiefer mit einer neuen Methode abzubrechen, welche ohne einen grossen Abbruchhammer auskommt: Man spitzt seitlich in die Schieferschichten (natürlich nur ausfühbar, wenn seitlicher Zugang möglich) und hebelt die einzelnen Schichten weg. Kurz vor 19:00 habe ich aufgehört, kaum fertig, kam Werner mit 10l Süessmoscht und einer Einladung zum Znacht.

Vorbereitungen zum Abbruch Ecke unter zentralem Tragwerk

Der letzte veröffentlichte Post ist schon wieder mehr als ein Jahr her, gopf. Ich habe aber schon ein paar vorbereitet und mir jetzt vorgenommen, konsequenter zu schreiben. Bis zur Deadline der Förderung werde ich einen neuen Rhythmus ausprobieren: Eine Woche für's Büro jedoch mit Freitag und Samstag und dann die darauffolgende Woche Mittwoch bis Samstag auf dem Bau.

Heute habe ich die Betonierarbeiten von der Jones/Roller/Daga-Session ausgeschalt, die provisorischen Abstützungen, welche zum Aufmauern der Mauer BA2/3 nötig waren entfernt, teilweise das Tragwerk zwischen BA1/2 abgestützt, damit das restliche Mauerwerk und Fels unterhalb endlich abgetragen werden kann, was Vorraussetzung ist, die Aushubarbeiten im Keller so abzuschliessen, dass man die Stützmauer im UG betonieren kann.

Dazu habe ich den untersten Riegel an der Stelle unterspriesst, wo von oben ein Ständer aufsitzt, welcher eine grossen Teil der Dachlast trägt. Ziel ist es, den Riegel zu entfernen, um die ganze Sektion mit der Betonwand unterfangen zu können. Bevor ich den Riegel jedoch ganz abtrenne, habe ich morgen noch einen Termin mit meinem Statiker, um wirklich sicher zu gehen. Zum Teil habe ich schon etwas Mauerwerk abgetragen und einen anderen Ständer (nordwärts) entfernt. Riegel und Ständer waren beide schon gut morsch.

Ausserdem habe ich den Mauerkopf der Nordmauer UG zum grössten Teil freigelegt, sodass man von oben betonieren kann. Weiter habe ich das Loch in der Decke UG wieder freigelegt und vergrössert, welches ich für die Mauerarbeiten EG BA2/3 abgedeckt habe. Ziel ist es, eine bessere Position für das Förderband durch die neue Türe EG BA2/3 zu schaffen, um das in den nächsten Tagen anfallende Material gut entsorgen zu können. Ausserdem viel aufgeräumt.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Stabilisierung Mauerkopf BA2 EG Nord, Ersatz Pfeiler OG BA1/2 Nord

Josch hat in der zweiten Hälfte seines Ferienjobs mit der Stabilisierung des Mauerkopfes der Mauer BA2 EG Nord begonnen und den oberen Teil der alten Mauer abgebrochen und den Abraum über eine schöne, neue Schuttrutsche in die Mulde befördert.

Auf die abgetragene Mauer kommt ein Betonband, welches als Sauberkeitsschicht für die obenliegenden Konstruktionen dient. Das ist zum Teil Mauerwerk, zum anderen Teil evtl. Schiebefenster. Ausserdem sorgt sie dafür, dass die untere Mauer etwas stabilisiert wird, wenn später unterhalb noch ausgeschachtet wird. Gleichzeitig hat der Beton die Funktion einer Horizontalsperre, welche den vertikalen Wassertransport auf fast Null abbremst - das Mauerwerk unterhalb ist Erdberührt und sehr feucht.



Josch ist am Freitag Nachmittag zu seiner Tante gefahren. Abends kamen noch Daga und Jones, Rolf hat es nicht mehr geschafft, da er selber am Maiensäss herumgebastelt hat. Am Samstag haben wir die Mauer fürs Betonieren präpariert: Letzte Spitzarbeiten, reinigen. Jones hat die Schalung gebaut. Wir haben uns entschlossen, das Betonband gleich noch bis in BA1 weiterzuziehen und die Sanierung des Stützpfeilers zwischen BA1/2 gleich mitzunehmen.

Am Mittag ist dann auch noch Roller gekommen, welcher sogleich XPS-Streifen gesägt hat, welche die nordseitige Schalung bilden und eine Wärmebrücke zu dem gut wärmeleitenden Beton verhindern. Während Roller und Jones noch die restlichen Eisen gelegt haben, habe ich schon einmal den Mischer parat gemacht. Schlussendlich haben wir etwa 10 Maschinen gebraucht, um die berechneten 0.2 Kubikmeter zu füllen. Roller und Jones haben verdichtet und taloschiert. Daga hat in der Zwischenzeit Material für das gemeinsame Znacht mit Bertschingers organisiert.

Damit er die kalte Nacht übersteht, haben wir den Beton noch mit Blache und Decken abgedeckt. Frecherweise hat sich eine kleine Katze später in die Decke gekuschelt und ist auch sonst noch dreist über Rollers spiegelglatte Oberfläche geschlichen und hat nette Dellen hinterlassen. Wir haben sie "Beton" getauft und sie durfte mit uns in der Küche abhängen.

Beton oder Tigerli
Am Sonntag haben wir noch den Stützpfeiler unter dem Ringbalkensystem BA1/2 aufgemauert. Während Daga und ich das Büssli Sardinientauglich gemacht haben, haben Roller und Jones, die guten Geister, sämtliche Öffnungen mit Blache geschlossen.

Freitag, 14. Oktober 2011

Mauer BA2/3 EG

Die Remise (BA3) wurde irgendwann mal an das Tablà (Heustall) angebaut. Vermutlich war das nicht allzulange nach der eigentlichen Erstellung des Tablà, da die Konstruktion sehr den im Tablà angewandten Zimmermannstechniken gleicht und das Haus ja 1823 nach dem grossen Brand wieder aufgebaut wurde.

Die Nutzung als Heustall wurde irgendwann hinfällig, spätestens als Herr Salomon seine Schreinerei dort hineingebaut hat. Damit es nicht hindurch windet, wurde die Wand zwischen Remise und Tablà mit Brettern geschlossen. Vorher waren die Hauteile durch die bekannten luftigen Bretter getrennt. Als dann noch die Mayers Wohnräume in die Räume der Schreinerei gebaut haben (natürlich ohne die Einbauten dieser vorher zu entfernen - nicht weniger als vier Fussböden waren übereinander), wurde nochmals eine Schicht mit herziger Isolation, natürlich ohne Dampfsperre, aufgetragen. All diese Schichten galt es zu entfernen. Im Zuge vorangegangener Arbeiten wurden alle bis auf die luftige Bretterschicht schon entfernt. An einem Wochenende haben Daga, Kalle und ich diese herausgenommen und den Pfosten in der Mitte durch einen provisorische Stützkonstruktion ersetzt. Zusätzlich haben wir an der Südseite eine weitere Stütze angebracht, um den Pfosten, welcher in der Aussenhülle eingebettet ist, zu entlasten, wenn wir den Riegel, in welchem auch die Bretter stecken, abtrennen. Eine kleine Bewegung könnte schon die filigrane Aussenhaut in Mitleidenschaft ziehen.

Die neue Mauer beginnt schon unterhalb des neuen Fussbodens, da mittels einer Horizontalsperre so verhindert werden kann, dass Feuchtigkeit in die Mauer und somit in den Wohnraum steigen kann. Das Fussbodenniveau ist unterhalb des Remisenfussbodens (es gibt dann später eine Treppe), darum muss die Bestandsmauer bis zu dieser Höhe abgetragen werden. Das ist etwa ein Meter. Ausserhalb der Mauer sollte noch etwas Platz sein, um die Isolation anbringen und arbeiten zu können. Diese Aushubarbeiten habe ich mit Michi zusammen gemacht. Zusammen mit dem Abtragen der Mauer und zwischenzeitlicher Verbesserung der Abstützungen haben wir 1.5 Tage gebraucht. Den Rest des zweiten Tages, Samstag, haben wir für die Einrichtung der Mauererarbeiten (sauberes Bett, Höhenreferenzen, Nivellierungsarbeiten) und das Legen der ersten Steine verwendet.

Am Sonntag habe ich mit der erste Reihe inklusive des Sturzes, welcher später über der Holzschachtöffnung liegen wird, begonnen. Ab der dritten Reihe war dann auch der Michi wieder am Start und irgendwann kam dann auch noch Kalle, sodass wir am Feierabend schon über dem Remisenniveau lagen (5 Reihen, 1.25 Meter). Fugendicke 1.2 cm mit Armierungseisen als Lehre.

Am Montag begann dann Joschs Ferienjob. Nach einer kurzen Eingewöhnung konnte er schon sehr schön Reihen ziehen. Dienstag Abend war die Mauer bis auf die letzte Reihe, welche passgenaue, flache Steine benötigt, gediehen. Zwischenzeitlich musste ich noch die Bretter der Schreinereidecke absägen, da diese von unten an den Balken, welchen wir mit dieser Mauer unterfangen, genagelt waren. Das war eine ekelhaft staubige Angelegenheit, da auch hier die Vorgänger einfach ihre Schreinereiabfälle in die Deckenzwischenräume gekehrt haben.

Am Mittwochmorgen haben wir die letzte Reihe gelegt: Steine von 4 bis 8.5 cm Höhe gesägt und mühsam Mörtel zwischen diese und den Balken geschoben. Die Mauer landet nicht genau unter dem Balken, sonder ist ein wenig gegen das Haus verschoben, da die Auflage sonst nicht gut gewesen wäre.