Mittwoch, 15. September 2010
Westportaldurchbruch und Balkonstock
Am Montag den 13.9. haben Carla und ich das Eingangsportal durchgebrochen. Dazu mussten wir das Material, welches sich noch zwischen den betonierten Segmenten befand herausspitzen. Innerhalb eines Tages haben wir die Arbeit abgeschlossen. Einige weitere Feinarbeiten (Material auf der Innenseite, Betonsockel aussen) waren noch nötig, jedoch in den darauffolgenden Tagen schnell erledigt.
Dank der Arbeit von Carla und Asti konnte ich den Balkonstock einbauen, was noch eine heikle Angelegenheit war, da dieser Stock unten offen war, was einen verzogenen Stock begünstigt. Das wäre jedoch eine Katastrophe, da die Balkontüre dann auf einem verzogenen Stock montiert werden müsste. Aus diesem Grund habe ich den Stock unten behelfsmässig mit einer Latte geschlossen, welche dann auch später beim Einbringen der Balkonträger noch hilfreich war.
Dienstag, 14. September 2010
Gerüst, Fenster EG BA 2 EG Ost und Verputzarbeiten
Am Freitag den 1.9. wurde endlich ein Teil des Gerüsts aufgestellt (Süden BA 2 ). Der Termin war eigenlich schon für Dienstag für das komplette Gerüst angesetzt. Ich wollte eigentlich am Samstag den äusseren Sturz für das Fenster BA 2 einsetzen, was aber dann nicht möglich war, da ich mich bei Asti angesteckt habe und Freitag und Samstag im Bett lag. An diesem Wochenende war auch Jeffi da, leider konnten wir nicht so viel zusammen abhängen, wie wir uns das vorgestellt haben. Immerhin konnten wir am Sonntag noch einen Stock im Bad und einen im Hausanschlussraum einbauen. Somit waren damit schon 4 Stöcke montiert.

Eine Woche später waren dann Maria und Thomas zu Besuch. Während Thomas mit dem Velo unterwegs war und Maria zum Reiten in San Jon war, konnte ich dann endlich den Sturz einziehen. Anstatt wieder direkt ins Mauerwerk zu betonieren, habe ich mich auch hier entschlossen, einen fertigen Betonsturz einzuziehen. Am Sonntag haben wir dann zusammen mit Carla, welche am 11.9. direkt zum Fest von Helen und Werner gekommen war, auf dem sich inzwischen über die gesamte Südseite erstreckenede Gerüst gefrühstückt. Danach hat Maria den Küchenstock mit dem Heissluftföhn bearbeitet, während ich mit Luzia und Miriam (die Tochter von Werner) die Löcher in der Fassade im UG (um die tiefergesetzten Fenster herum) verputzt habe.
In der darauffolgenden Woche habe ich dann den Durchbruch des Fensters im EG BA 2 vollzogen und direkt im Anschluss den Stock eingebaut. Parallel haben die Jungs von Anton die Trennlinien des abgesenkten Daches wieder zusammengeflickt und das Chämi neu eingefasst.
In der darauffolgenden Woche habe ich dann den Durchbruch des Fensters im EG BA 2 vollzogen und direkt im Anschluss den Stock eingebaut. Parallel haben die Jungs von Anton die Trennlinien des abgesenkten Daches wieder zusammengeflickt und das Chämi neu eingefasst.
Freitag, 27. August 2010
Rollers erste Mauer und Stockschreinerarbeiten
Am Wochenende des 27.8.2010 waren Roller und Carla zu Besuch. Es war Zeit für Rolfs erste Kalksandsteinmauer: Die alte Balkontüre des ehemaligen Westbalkons musste in ein Fenster umgewandelt werden. Dazu hat er zuerst den alten Stock ausgebaut, dann mit dem Elektrohammer die Öffnung angepasst und sehr präzis die schöne neue innere Leibungsschräge gemeisselt. Zwischendurch haben wir hinten in der Remise begonnen, die neuen Stöcke zu Zimmern. Zu diesem Zweck habe ich in der Woche zuvor schöne Lärchenholzhobelware in der Sägerei in Martina besorgt. Die Stöcke haben eine äussere Nut, in welcher früher die äusseren Vorfensterflügel sassen. Seitlich haben wir Betoniernuten gefräst. Für all diese Arbeiten kam endlich meine ausgeliehene Oberfräse zum Einsatz. Carla hat unterdessen das Mauerstück oberhalb des Badsturzes abgetragen, dort kommt nämlich die Balkontüre hinein. Etwa um 22:00 war dann die Mauer hochgezogen und man konnte gemütlich Znacht essen.

Am Sonntag hat Carla begonnen, das Mauerwerk seitlich der Balkontüröffnung zu sanieren, währen Roller und ich den ersten Stock in das südliche Schlafzimmerfenster im OG BA 2 eingesetzt haben. Sonntag Nachmittag haben Roller und ich dann noch den Bus mit Bauholz vollgeladen und sind nach Klosters zu seinem Maiensäss gefahren, damit er Brennholz für den Winter hat. Auf dem Rückweg habe ich doch glatt Strickers in Selfranga getroffen und konnte Josch zu seiner grossen Freude im Bus mitnehmen.
Am Montag sind wir mit Roberto nach Aschèra gefahren, um Teile seiner Betornierarbeiten auszuschalen.
Am Dienstag ist dann Asti von ihrer Weltreise zurückgekommen und direkt ins Engadin gefahren. Da es dann recht kalt wurde, habe ich pressiert, dass der Stock in das Fenster der ehemaligen Westbalkontüre kommt, sodass man ein provisorisches Fenster montieren kann. Asti war leider etwas angeschlagen und hatte ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht richtig helfen konnte, aber für einen Bergler wie mich ist schon etwas Gesellschaft manchmal Hilfe genug.
Am Montag sind wir mit Roberto nach Aschèra gefahren, um Teile seiner Betornierarbeiten auszuschalen.
Am Dienstag ist dann Asti von ihrer Weltreise zurückgekommen und direkt ins Engadin gefahren. Da es dann recht kalt wurde, habe ich pressiert, dass der Stock in das Fenster der ehemaligen Westbalkontüre kommt, sodass man ein provisorisches Fenster montieren kann. Asti war leider etwas angeschlagen und hatte ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht richtig helfen konnte, aber für einen Bergler wie mich ist schon etwas Gesellschaft manchmal Hilfe genug.
Dienstag, 24. August 2010
Hardcore Wochenende #2 (Dachabsenkung und Portalbetonierung)
Joni und ich haben uns letztes Wochenende zu einer Intensivsession verabredet. Zwei schöne Punkte standen auf der Liste: Die Früchte der langen OG-Arbeiten ernten und zwar in Form der Dachabsenkung. Und als zweites das Betonieren des einen Teilbogens für das Eingangsportal. Zu diesem Zwecke ist Joni Donnerstag Abend angereist. Ich habe noch am Freitag um 7 mit Anton Schmidt, meinem coolen Dachdecker, abgemacht, damit er mich instruieren kann, wie ich das Dach entlang der Trennlinien abdecken kann. Leider hat meine kleine Camera gerade ein Staubkorn innen an der Linse, darum immer dieser blöde schwarze/dunklere Bereich auf den Bildern.
Freitag, 19.8.2010
Freitag morgen haben wir dann mit den Vorbereitungen für die Dachabsenkung begonnen. Dazu habe ich auf dem dach entlang der Trennlinien der Dachpartie jeweils zwei Reihen Eternitplatten entfernt. Das kann man recht entspannt mit einem speziellen Werkzeug, mit dem man unter den jeweiligen Ziegel fährt und bei einem der zwei Nägel einhakt, mit denen der Ziegel oben auf den Dachlatten festgenagelt ist, und dann mit einem geziehlten Hammerschlag diesen Nagel durchtrennt. Auf dem Foto links kann man das Werkzeug knapp sehen.
In der Zwischenzeit hat Joni die Holzlatten, welche die Seiten des aufgestellten Daches gebildet haben, und sonstiges, störendes Material entfernt. Nach einem kurzen Pasta-Zmittag haben wir noch das Spenglermaterial (Bleche, Regenrinne, Kamineinfassung) entfernt und teilweise weggeflext. Im Anschluss mussten wir unsere Arbeit kurz unterbrechen, da wir noch Baumaterialien für die Dachabsenkung (weitere Bauspriesse) und den Samstag organisieren mussten, an dem die Betonierung des Teilbogens anstehen wird. Das waren ca 1 Kubikmeter Betonkies, Zement, Schaltafeln etwas neues Werkzeug, ausserdem ein Lochband für später am Abend, mit dem wir die Sparren an der Firstpfette festgenagelt haben, damit uns das Dach nicht wegrutscht, wenn wir es dann schlussendlich absenken.Nachdem das Material endlich eingefahren war, haben wir uns an den Endspurt der Dachabsenkung gemacht. Zuerst habe ich die Sparren fixiert, dann haben wir die Ständer, welche die Sparren auf der Mittelpfette abstützten, herausgeschlagen. An der westlichen Trennlinie der Dachpartien haben wir einen Sparren seitlich etwas abgehobelt, da beim Aufstellen ein neuer Sparren parallel eingezogen wurde, welcher extrem nah neben dem abschliessenden Sparren der westlichsten Dachpartie platziert wurde, so dass diese nach der Absenkung direkt nebeneinander zu liegen kommen werden und die entstehende Reibung zu einem Problem beim Absenken werden könnte.
Dann war es soweit. Durch drehen an den Bauspriessen - vier an der Zahl - haben wir eigenlich fast innerhalb einer Stunde die 70 cm (gemessen an der Fusspfette) abgesenkt. Ab und zu musste man die Bauspriesse auswechseln, da das Gewinde eines jeden einzelnen nur etwa 30 cm lang ist. Dann muss man den Zapfen ein Loch weiter setzen. Östlich mussten wir noch einen Sparren herausschlagen und einen Ecke aus einem weiteren heraussägen, da dieser sonst auf dem Ringbalkensystem aufstehen würde. Eigenlich wäre es damit auch schon getan gewesen, leider sassen die zwei Sparren an der westlichen Trennlinie so knapp nebeneinander, dass man ruhig noch ein paar Millimeter mehr weghobeln hätte können: Das Dach hat sich dort festgeklemmt und wollte die letzten 10 cm einfach nicht kommen. Auch hebeln mit dem "Räubereisen", wobei ich zwischendurch mal komplett mit der Holzleiter abgerutsch bin, hat nicht viel bewirkt. Sogar eine Flaschenzugkonstruktion, mit welcher wir das Teildach etwas nach Osten ziehen wollten war erfolglos. Zu allem Übel hat es noch begonnen zu regnen, was die Sparren hat aufquellen lassen und somit die Reibung noch erhöhte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mit Stirnlampe im Dunkeln und bei Regen aufs Dach zu steigen und möglichst viel Widerstand zu entfernen. Unter anderem hatten sich auch noch ein paar Falze vom alten Blechdach an der Dachlattenkonstruktion verklemmt, welche das Eternitdach trägt. Schlussendlich haben wir dann die letzten Zentimeter mit Hüpfen von oben und hebeln unten auch noch überwunden und das Tageszielbier konnte geschüttet werden.
Samstag, 20.8.2010
Über all diesen Arbeiten wurde es 19:00 bis wir schlussendlich den Betonmischer anwerfen konnten. Nach etwa drei vollen Maschinen (je 50 kg Zement, 23 Liter Wasser und Zuschlag bis zur richtigen Konsistenz) war die Konstruktion gefüllt und verdichtet. Pro Maschine haben wir etwa 30 Minuten gebraucht.
Zwischendurch hat uns Mama ganz lieb ein Znacht vorbeigebracht, welches uns Bauarbeiterburschen wie gerufen kam. Ausserdem haben wir für am Sonntag abgemacht, da wir dort einen architektonischen Rundgang in Tschlin machen wollten, um ein paar Hausfarbenreferenzen zu begutachten.
Am Dienstag der darauffolgenden Woche habe ich noch den restlichen (nördlichen) Bogenabschnitt betoniert, sodass bald das komplette Portal ausgebrochen werden kann.
Den Verlust des Briefkastens hat übrigens Josch auf ganz herzige Weise mit einem Briefhaus kompensiert.
Montag, 16. August 2010
Sturz Bad, Balkon West, Rissprotokoll
Ausserdem ist noch Peter Brem, unser Statiker, spontan vorbeigekommen (er wollte eigentlich erst am Mittwoch kommen) und hat unsere Arbeit in BA 2 sehr gelobt. Bestellt habe ich ihn insbesondere wegen dem schlussendlichen Eingangsportal (Westen), welches ja vergrössert wird. Zu meiner Freude gibt es weniger Arbeit, als ursprünglich gedacht, da wir doch nicht von Oben betonieren müssen, sondern von unten betonieren und dann den Bogen ausbrechen können. Auch für die Nerven ist das angenehmer, als wenn man ein riesen Loch in der Fassade hat. Ein anderer Punkt war das Abtragen des Mauerwerks über dem Sturz im Bad BA 2, um die Balkontüre abschliessen zu können. Auch dort kein Problem - theoretisch könnte ich schon damit anfangen. Ich werde jedoch das Mauerwerk noch ein wenig aushärten lassen und diese Arbeit nach meiner nach meiner nächsten Züriwoche angehen.
Damit die Herkunft eventueller Schäden am Haus 200 (das Haus, welches direkt an unseres angebaut ist) wärend der Arbeiten an der Westfassade eindeutig bestimmt werden kann, habe ich beim Kreisamt ein sogenanntes Rissprotokoll beantragt, welches Andri Poo letzte Woche aufgenommen hat.
Letztes Wochenende habe ich noch den Sturz im momentanen Bad betoniert und gestern (Montag) aufgemauert. Damit kann - wie schon oben erwähnt - die Balkontüre OG BA 2 in Angriff genommen werden.
Was anderes: Auch das Aushärten von Beton ist, wie so viele natürliche Prozesse, nichtlinear. Man kann von einer exponentiellen Funktion ausgehen - etwas ähnlich wie 1-e^(-t). In den ersten drei Tagen steigt die Festigkeit am schnellsten und nach etwa zwei Wochen hat der Beton schon etwa 3/4 der Endfestigkeit erreicht.
Samstag, 31. Juli 2010
Einziehen von Sturz in Mauerwerk Rotes Zimmer
Um meine zweiwöchigen Ferien von meinem regulären Job zu beschliessen habe ich mir noch einen kleinen Nervenkitzel aufgespart: Das Einziehen eines Betonsturzes in die Bestandsmauer Süd über dem geplanten neuen Fenster, welches neben dem Bestandsfenster im roten Zimmer plaziert ist. Dazu habe ich das 60 cm dicke Mauerwerk an der Stelle des Sturzes bis zur Hälfte der Mauer aufgespitzt, gereinigt, eine Schalung eingepasst, Eisen vorbereitet, mit Abstandssteinen fixiert und schlussendlich betoniert. Genau als ich den letzten Eimer in die Schalung geleert habe, kam mein kleiner Cousin Philipp mit seiner Freundin von einer Wanderung zurück. Draussen war ein Traumwetter, von dem ich, da ja das Fenster in diesem Raum noch nicht durchgebrochen ist, nichts abbekommen habe. Was für zwei intensive Wochen.
Donnerstag, 29. Juli 2010
Tiefersetzen Fenster Bad BA 2 EG
Die Höhe des geplanten Fensters liegt fast auf der Höhe des heutigen Fussbodens, darum musste ich auch etwa 30 cm Bestandsmauerwerk entfernen, was ich ohne E-Hammer erledigt habe, da man das Mauerwerk, wenn es nicht unter Last steht auch gut von Hand auseinandernehmen kann.
Im Anschluss habe ich die Leibungen in Bruchstein saniert. Dazu muss man das Mauerwerk auskratzen und von altem Mörtel entfernen und mit einem Pinsel entstauben, dass sich der frische Mörtel gut damit verbindet. Diese Arbeit ähnelt sehr der eines Archäologen, man ist ständig am Pinseln und Pusten.
Sobald der Bruchstein saniert war, habe ich die restliche Höhe der Leibungen mit Kalksandstein hochgezogen und aussen einen vorgespannten Betonsturz eingezogen, gegen den ich dann später einfach betonieren kann. Somit spart man sich die äussere Schalung, das hat sich schon im UG bewährt.
Schliessen Fenster Rotes Zimmer
Nach der vielen Aktionen im OG habe ich nun meine Aktivitäten wieder ins EG verlagert. Dort steht auch noch die Anpassung der Fenster auf dem Programm. Besonders im Roten Zimmer muss mit den Arbeiten mal begonnen werden, da die Betonstürze erst nach drei Wochen ausgeschalt/voll tragfähig sind. Darum habe ich das Planungsfenster vermessen und das Bestandsfenster aussen mit Poroton und innen mit einer Lage Kalksandstein verschlossen, sodass ich, wenn es ein paar Tage ausgehärtet ist, den Sturz aus dem Bestandsmauerwerk ausbrechen und einen Sturz direkt in das an dieser Stelle 60 cm dicke Mauerwerk einbetonieren kann.
Um nicht wieder wegen Rissen nervös zu werden, habe ich bei dieser Gelegenheit alle Risse mit Gipsplättchen versehen, dann sieht man sofort, wenn sich etwas bewegt.
Um nicht wieder wegen Rissen nervös zu werden, habe ich bei dieser Gelegenheit alle Risse mit Gipsplättchen versehen, dann sieht man sofort, wenn sich etwas bewegt.
Dienstag, 20. Juli 2010
Aufmauern BA 2 OG
Nach der sehr guten Vorarbeit mit Corinna, Joni und Roller konnte ich in der darauffolgenden Woche die Mauer sehr schnell hochziehen. Die Mauer musste so hoch werden, dass die Oberkante des ehemaligen Fussbalkens auf die frühere Höhe der Fusspfette zu liegen kommt, damit es keine Verwerfungen im Dach gibt, wenn es später abgesenkt wird. Darum musste jeder Ziegel der obersten Lage zugesägt werden, da das Dach auch nicht hundertprozentig horizontal und der Fussbalken keinen konstanten Querschnitt aufweist. Bevor ich jedoch die letzte Lage Ziegel setzen konnte, musste ich noch die Stürze des Fensters und der Balkontüre betonieren. Dabei kam die Klammerschalungstechnik, welche sich schon bei der Betonierung des Mauerabschlussbandes bewährt hat, zu Anwendung. Zu guter Letzt habe ich eines schönen Abends mit Werner und dem Mann der Schwester von Helen den Fussbalken auf die Mauergehoben und ihn somit offiziell zur Fusspfette befördert.
Sonntag, 18. Juli 2010
Hardcore Wochenende #1 (Betonband und Mauer OG BA 2)
Die letzten Wochen habe ich unter anderem (Baumobil MB 100 D) darauf verwendet, Material für dieses Wochenende zu organisieren. Ziel ist es, die Mauer im OG BA 2 hochzuziehen, sodass am Schluss das Dach wieder darauf heruntergelassen werden kann. Corinna, Joni und Roller haben sich das nicht entgehen lassen Wollen - wahrscheinlich hatten sie genauso wenig Ahnung, wie hart der Samstag wird, wie ich.
Am Freitag habe ich mit meinem am Donnerstag überführten neuen "Oh Lord wan't you buy me" 5 Paletten 36er T11 Poroton, 12 Säcke Zement und 0.4 Kubikmeter 0-16er Kies herangeschafft. Am Abend haben wir die Ruhe vor dem Sturm in dem noch ahnungslosen Obergeschoss und auf dem noch ahnungsloseren Balkon genossen. Am Samstag ging es dann recht früh los. Zuerst haben wir Jonis und meine Dachabstützung getestet, indem wir einfach alle verbliebenen Holzständer herausgenommen haben. Es hielt. Im Anschluss haben Joni und ich den Balkon entfernt, das war eine Sache von 30 Minuten.
Den Balken, welcher als Mauerabschluss fungierte und mit der Östlichen Holzkonstruktion verstrickt war, herauszutrennen, war nicht ganz einfach, da man in solchen beengten Situationen nicht so gut sägen kann und wir auch kein passendes Elektrowerkzeug zur Hand hatten. Diesen Balken haben wir dann nach innen gelegt, da er dann später auf der Mauer als neue Fusspfette sein Dasein fristen wird. Das Mauerwerk darunter musste dann für das Beetonieren vorbereitet werden. Bei der Remise war das Mauerwerkt noch nicht richtig abgeschlossen, da die Mauer im EG ursprünglich nicht komplett bis zu BA 3 durchging. Dieses Stück habe ich schnell mit ein paar Kalksandsteinen geschlossen. Luzia hat uns zu unserer grossen Freude mit einem riesen Topf Spaghetti über Mittag versorgt.
Im Anschluss ging es gleich weiter. Als nächstes musste die Schalung vorbereitet werden, denn nach Absprache mit dem Statiker sollte die Wand auf der Höhe des Bestands-OG-Fussbodens mit einem Stahlbetonband abgeschlossen werden, was die Steifigkeit der Mauer entschieden verbessert. Dieses Betonband dient auch gleich als Ausgleichsgrund für die darauf aufbauende Mauer. Das Bauen der Schalung und vorbereiten der Eisen hat bis ca 18:00 gedauert - dann konnte endlich der Betonmischer angeworfen werden, welchen zuerst Corinna (in Ballerinas!) und ich und später Rolf und ich bedient haben. Joni hat den Betoniervorgang im OG gehandhabt (verdichten etc.). Um 21:00 und ein Gewitter später war der Spuk vorbei. Wir haben dann mit Helen noch ein spätes, aber schönes Znacht genossen.
Sonntag, 11. Juli 2010
Fenster UG BA 2 abgeschlossen
dDie Fenster im UG BA 2 sind nun mit innen mit Kalksandstein aufgemauert. Somit ist es um die Statik der Südmauer wieder bestens bestellt, wenn sie sich sogar nicht in einem besseren Zustand als davor befindet. Am östlichen Ende habe ich nicht ganz bis zum Rand vorgemauert, somit lässt sich der Deckenbalken direkt einhängen. Die Wand ist an dieser Stelle sowieso 60 cm plus dick - da reichen die über 40 cm Kalksandstein.
Mittwoch, 23. Juni 2010
4 m3 Aushub, Fensterstürze Innen UG BA 2 Betoniert
Anfang der Woche habe ich Alberto sein Fahrrad übergeben, das ein Kreis um Mama ihm spendiert habe. Ich war der Organisator und Überbringer. Besorgt habe ich es in einem Veloladen, bei dem Jones gearbeitet hat: Ein Projekt der Stadt Zürich, welches Leuten eine bessere Integration im Leben ermöglichen soll. Naja, auf jeden Fall hat sich Mehari nicht vom Bedanken abhalten lassen und hat voller Tatendrang angefangen, den sich am Ende schlussendlich auf vier Kubikmeter belaufenden Aushub aus dem UG in BA 2 in die bestellte Mulde zu befördern. Ich habe währenddessen die Schalungen für die Leibungen und Fensterstürze auf der Innenseite im UG vorbereitet. Am Dienstag haben wir dann die erste Hälfte betoniert, am Mittwoch habe ich dann die Betoniererei mit der Hilfe von Werner, welcher mir die Eimer mit dem Beton hereingereicht hat, abgeschlossen. Ich habe die Stürze mit einem sogenannten C 20/25/XC1 Beton betoniert, welcher sich bestens für erhöhte statische Anforderungen eignet. Bei einem trockenen Korngemisch besteht dieser aus 50kg Zement und 23 Liter Wasser. Korngemisch wird soviel hinzugefügt, bis sich die gewünschte Konsistenz einstellt. Wenn man keinen Mechanischen Rüttler zur Verdichtung zu Verfügung hat und nur manuell verdichten kann, dann achtet man darauf, dass der Beton nicht zu steif ist (weicher Beton). Wichtig ist auch, dass man seitliche Schalunen frühestens nach drei Tagen, tragende nach drei Wochen ausschalt. Noch wichtiger ist, dass man den Beton sorgfältig nachbehandelt. Das heisst, dass man verhindert, dass der im Beton enthaltene Zement nicht verhungert, wenn das oberflächennahe Wasser verdampft. Das erfüllt eine Schalung sehr gut, offene Flächen müssen jedoch vorsichtig benässt und mit einer Blache vor dem Austrocknen geschützt werden. Ich habe schon mehrmals die Bildung von Schwindrissen beobachten können, die ich dann später mit einer solchen Nachbehandlung in den Griff bekommen habe.
Dienstag, 22. Juni 2010
Tools und Dachabstützung OG BA 2
Lange ist es her, aber die Bau- und Organisationsaktivitäten lassen mir wenig Zeit, die Fotos zu sortieren und einige Zeilen dazu zu schreiben, obwohl es gut wäre, wenn man dies noch erledigt, solange alles noch präsent ist. Zum Beispiel jetzt musste ich in den Bildern nach dem genauen Datum in den Bilder schauen, wann ich denn genau den Betonmischer, die Bauspriesse, Armierungseisen etc. von Fabio geholt habe. Das wird so um den 17.6 gewesen sein. Am Wochenende darauf waren Joni und Hina da. Joni und ich haben demnach am 21.6. die restlichen Reste der zwei Zimmer im OG BA 2 entfernt, um das Dach abstützen zu können. Das obige Bild zeigt das Resultat.
Samstag, 5. Juni 2010
Schigliana Films
Am 5.6. haben Werner und ich die erste Veranstaltung von Schigliana Films - spezielle Filme an speziellen Orten - veranstaltet. Wir haben Schtonk gezeigt. Dazu habe ich die zwei Räume im OG BA 2 in einen Zustand gebracht, der eine Filmvorführung ermöglicht. Das beinhaltete das Entfernen der letzten Holzfaserplattenreste der Südwand, das Wegspitzen des Kaminanschlusses, der einst benötigt wurde, damit Fridolin Bearth seinen Gasofen betreiben konnte. Das Kupferrohr, welches sich vom Keller bis ins OG BA 2 gezogen hat, war damit auch erklärt, bzw. wurde dadurch klar, dass es sich um einen Gasofen handelte. Der Kamianschluss war auch mal wieder speziell: Zwar im äusseren Erscheinungsbild recht solide, das einbetonierte Zementrohr war jedoch erschreckend nah an der Dachkonstruktion platziert.
Der Abriss der zwei Zimmer im OG BA 2 hat insgesamt 25 110 Liter Säcke voll mit Hobelspänen produziert, welche ich dank Werners Anhänger in nur zwei Fuhren runter zum Crüzer fahren konnte.
Der Abriss der zwei Zimmer im OG BA 2 hat insgesamt 25 110 Liter Säcke voll mit Hobelspänen produziert, welche ich dank Werners Anhänger in nur zwei Fuhren runter zum Crüzer fahren konnte.
Sonntag, 30. Mai 2010
Demontage OG BA 2, Grillieren à la Jeffi
Am Samstag habe ich begonnen, die beiden Zimmer im OG BA 2 - ehemals das Schlafzimmer von Fridolin und Martha Bearth - endgültig zu demontieren. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Begonnen haben Rolf und Josch mit der Entfernung der südlichen inneren Beplankung, ich habe in der Zwischenzeit die zuvor angefallenen Bretter hinter dem Haus versorgt, bis sie in der baldigen Zukunft nach Klosters gefahren werden, um im Winter Rolfs Maiensäss zu wärmen.
Bald konnten wir beginnen, von innen gegen die Heraklithplatten zu schlagen, um den Putz zu lösen. Josch hat unten aufgepasst, dass keine Menschen oder Autos zu Schaden kommen. Die anfallenden Platten haben wir auf die Strasse geworfen, von wo wir sie in die Mulde verfrachtet haben. Nach zwei Stunden war fast die gesamte Südwand frei und die Zimmer haben sich in etwas grössere Freiluftterrassen verwandelt. Nach dieser Aktion war die zweite Mulde voll.
Am Freitag Abend ist Jeffi angekommen, ein alter Freund aus Zweierbarzeiten. Jeffi hat, während wir die Südwand freigelegt haben, sich in der Küche kulinarisch betätigt und eine Menge hervorragender Köstlichkeiten vorbereitet, denn eigentlich war für den Abend das Baubeginnfest angesagt, jedoch haben nach und nach leider alle abgesagt. Wir haben uns jedoch nicht irritieren lassen, auch als es zu regnen begann, und Jeffi und Josch haben aus einer alten Mörtelwanne und Eisenstäben, welche einmal in dem elektrischen Stüvaofen waren, einen Grill gebastelt, um den sich später alle versammelt haben. Der harte Kern bestand schlussendlich aus Rolf, Jeffi, Luzia und Uli.
- Zum einen ist die additive Bauweise nicht brauchbar, da sie eine Renovation verunmöglicht und unglaublich viel Raum verschwendet: wir haben teilweise Fussboden-/Deckendicken von über 50 cm gemessen. Das macht über 10 Kubikmeter auf 20 Quadratmeter.
- Zum anderen sollen die Stockwerkshöhen von BA 1 und BA 2 angeglichen werden, was in BA 2 passiert, damit im Falle einer späteren Zusammenlegung der zwei Wohnungen einheitliche Geschosspositionen über das gesamte Gebäude herrschen.
- Ausserdem profitiert die Fassade davon, da durch die Herabsetzung der Geschosse in BA 2 das Dach wieder in den ursprünglichen Zustand abgesenkt werden kann: Die Fenstern in BA 1 und 2 können auf einem ähnlichen Niveau angebracht werden, man erhält eine durchgehende Trauflinie und man muss nicht mitten in der Fassade ein Fallrohr anbringen, da das Dach an einer Stelle (und zwar hinten) entwässert werden kann.
Begonnen haben Rolf und Josch mit der Entfernung der südlichen inneren Beplankung, ich habe in der Zwischenzeit die zuvor angefallenen Bretter hinter dem Haus versorgt, bis sie in der baldigen Zukunft nach Klosters gefahren werden, um im Winter Rolfs Maiensäss zu wärmen.
Freitag, 28. Mai 2010
Statik und Demontage "Rotes Zimmer"
Für die Versetzung des östlichsten Fensters in der Südwand im EG BA 2 muss die südliche Umfassungswand freigelegt werden. Am Nachmittag haben Josch und ich mit der Demontage des sogenannten roten Zimmers (rot, weil der Fussbodenbelag das Zimmer komplett rot erscheinen lässt) begonnen, später ist noch Simon eingestiegen und Josch musste wieder weg. Die Arbeit abgeschlossen haben Rolf und ich. Die Bestellung einer neuen Mulde wurde definitiv notwendig. Unglaublich wieviel Material die verbaut haben. Da freue ich mich auf unseren Innenausbau, der sich auf Putz, Kalk und etwas Holz beschränkt und möglichst die ursprüngliche Substanz für sich sprechen lässt.
Der Raum war mit Pavatexplatten getäfert, welche auf einer Traglattung montiert waren, die wiederum auf eine mit Steinwolle ausgefachten Ständerkonstruktion befestigt waren. Diese Ständerkonstruktion hingegen besass auch wieder einen "Respektabstand" zum wirklichen Baukörper, d.h. zu der südlichen Umfassungswand und alte Deckenbeplankung. Zum Gang hin ist die Ständerkonstruktion mit "wunderschönen" 70er Jahre Saunatäfer verkleidet. Man kann sich eine Vorstellung davon machen, wenn man das nebenstehende Bild betrachtet, welche den Blick durch das ehemalig rote Zimmer auf das Bad zeigt. Diese zwei Zimmer wurden mit einem ordentlichen Raumverlust hineingestellt.
Links ist die freigelegte Südmauer (EG BA 2) des roten Zimmers zu sehen. Früher waren die letzten 1.5m wahrscheinlich hölzern (gelattet). Dieses Stück wurde mit Ziegeln aufgefüllt, wie sich später jedoch zeigen wird, nicht komplett: Eine Ziegelreihe innen, eine aussen, dazwischen Luft. Die Mauer ist in dem Bereich des grossen Fensters auch zwischen 50 und 60 cm dick. Oben im Bild sieht man noch die Untersicht der alten Decke der Schreinerei, welche sich im EG BA 2 befunden hat. Teils findet man noch bleistiftene Rechnungen an den Holzwänden.
Auf den Donnerstag (gestern) hatte ich einen Termin mit dem Statiker, Peter Brem, gelegt, welcher die Statik dieses Projekts betreuen wird. Der Kontakt zu ihm ist auch wieder auf lustige Art und Weise entstanden. Über einen Freund von Miri wurde ich an den Vater eines Studienkollegen dieses Freundes verwiesen, eben dieser Peter Brem. Später hat sich herausgestellt, dass er auch die Sanierung der alten Gewölbe von Roberto und Vres altem Haus in Aschera betreut.
Dieses erste Treffen diente dazu, dass er sich mit der Substanz vertraut machen kann und wir eventuelle Unklarheiten ausräumen können. Ausserdem hatten wir schon eine Liste mit dringenden Fragen, welche einer fachkundigen Antwort bedurften.
Summa summarum war es ein sehr schönes Treffen, denn Peter Brem ist genau die Sorte Mensch, die Simon und mir besonders Sympatisch ist: sehr kompetent, sehr humorvoll, jedoch in einer dezenten Art und Weise. Solche Leute könnten sehr gut eine Professur innehalten, machen es jedoch vielleicht aus Idealismus nicht, sondern freuen sich über die Arbeit in der Praxis, was man sofort merkt. Allein in diesem ersten, schnellen Durchgang wurden so viele Probleme und Fragen gelöst, die auf langjährige Erfahrung besonders in dieser Region (regionale Felsproblematiken, regionale Bauweisen) schliessen lassen. Wir haben diese Begegnung protokolliert. Für alles weitere (Bewehrungspläne, Detaillösungen, etc.) sollen wir uns einfach an ihn wenden.
Der Raum war mit Pavatexplatten getäfert, welche auf einer Traglattung montiert waren, die wiederum auf eine mit Steinwolle ausgefachten Ständerkonstruktion befestigt waren. Diese Ständerkonstruktion hingegen besass auch wieder einen "Respektabstand" zum wirklichen Baukörper, d.h. zu der südlichen Umfassungswand und alte Deckenbeplankung. Zum Gang hin ist die Ständerkonstruktion mit "wunderschönen" 70er Jahre Saunatäfer verkleidet. Man kann sich eine Vorstellung davon machen, wenn man das nebenstehende Bild betrachtet, welche den Blick durch das ehemalig rote Zimmer auf das Bad zeigt. Diese zwei Zimmer wurden mit einem ordentlichen Raumverlust hineingestellt.
Links ist die freigelegte Südmauer (EG BA 2) des roten Zimmers zu sehen. Früher waren die letzten 1.5m wahrscheinlich hölzern (gelattet). Dieses Stück wurde mit Ziegeln aufgefüllt, wie sich später jedoch zeigen wird, nicht komplett: Eine Ziegelreihe innen, eine aussen, dazwischen Luft. Die Mauer ist in dem Bereich des grossen Fensters auch zwischen 50 und 60 cm dick. Oben im Bild sieht man noch die Untersicht der alten Decke der Schreinerei, welche sich im EG BA 2 befunden hat. Teils findet man noch bleistiftene Rechnungen an den Holzwänden.
Auf den Donnerstag (gestern) hatte ich einen Termin mit dem Statiker, Peter Brem, gelegt, welcher die Statik dieses Projekts betreuen wird. Der Kontakt zu ihm ist auch wieder auf lustige Art und Weise entstanden. Über einen Freund von Miri wurde ich an den Vater eines Studienkollegen dieses Freundes verwiesen, eben dieser Peter Brem. Später hat sich herausgestellt, dass er auch die Sanierung der alten Gewölbe von Roberto und Vres altem Haus in Aschera betreut.
Dieses erste Treffen diente dazu, dass er sich mit der Substanz vertraut machen kann und wir eventuelle Unklarheiten ausräumen können. Ausserdem hatten wir schon eine Liste mit dringenden Fragen, welche einer fachkundigen Antwort bedurften.
Summa summarum war es ein sehr schönes Treffen, denn Peter Brem ist genau die Sorte Mensch, die Simon und mir besonders Sympatisch ist: sehr kompetent, sehr humorvoll, jedoch in einer dezenten Art und Weise. Solche Leute könnten sehr gut eine Professur innehalten, machen es jedoch vielleicht aus Idealismus nicht, sondern freuen sich über die Arbeit in der Praxis, was man sofort merkt. Allein in diesem ersten, schnellen Durchgang wurden so viele Probleme und Fragen gelöst, die auf langjährige Erfahrung besonders in dieser Region (regionale Felsproblematiken, regionale Bauweisen) schliessen lassen. Wir haben diese Begegnung protokolliert. Für alles weitere (Bewehrungspläne, Detaillösungen, etc.) sollen wir uns einfach an ihn wenden.
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