Dienstag, 17. Juli 2012

Eisen und Betonieren Mauer EG Nord

Am Montag haben wir die Matten für die Wand reingestellt und BA1 fertiggebunden, sodass am Dienstag Claudio und Gabi (Ernesto war leider krank - Rückenprobleme) mit der Schalung im Westen beginnen können. Am Dienstag haben wir die Eisen abgeschlossen, um es am Mittwoch etwas gemütlicher nehmen zu können.

Eigentlich war die Betonage für den Freitag geplant, konnten diese jedoch auf den Donnerstag verschieben, da alles parat war. Aufgrund eines Pumpendefektes musste der Termin jedoch vom Vormittag auf den Nachmittag verschoben werden.

Um 13:30 kam die Pumpe und um viertel vor zwei haben wir etwa begonnen zu pumpen. Zu Beginn lief eigentlich alles ziemlich gut. Josch und ich haben die Schläuche verschoben, Carla und Claudio haben geleuchtet und vibriert. Die Pumpenleute haben jedoch ziemlich Druck gemacht, da sie um 17:00 noch auf eine andere Baustelle wollten, was aber ziemlich unrealistisch war, da das Betonieren einer solchen Mauer immer ziemlich Zeit in Anspruch nimmt.

Am BA2-Ende der Mauer ist dann die Schalung zum ersten Mal offensichtlich gekommen. Mit einer Notspriessung konnte jedoch das Eck wieder einigermassen in die Senkrechte gedrückt werden. Ausserdem wurde der Beton knapp und nur durch Überredungskünste (zweimalige Pumpterminverschiebung) konnte ich Laurent dazu bewegen, nicht von einer halb betonierten Mauer einfach abzuziehen. Nachdem der fehlende Beton gekommen war haben wir uns an das Füllen des letzten Rests am BA1-Ende gemacht. Und dort ist dann die Schalung zum zweiten Mal gekommen. Und zwar in einer Weise, die dann nicht mehr so einfach, besser gesagt: gar nicht mehr, zu korrigieren war. Durch eine Notspriessaktion in die Küchenwand konnte ich den oberen Teil der Schalung (die Module waren an dieser Stelle horizontal) wieder reindrücken, der untere Teil jedoch kam nicht mit, da hier wichtige Modulverstrebungen fehlten.

Um 17:30 war dann die Betonage etwa vorbei und das Gefühl war eigentlich noch OK. Wir haben dann noch etwas auf dem Gartenmüürli zusammengesessen. Am Freitag hat Josch die überschüssigen Enkadrainmatten abgeschnitten, während ich später begonnen habe, die Spriesse herauszunehmen, um mit der Demontage des alten Bodens in BA1 EG zu beginnen (ersteinmal die obere Beplankung herausnehmen. Gegen Abend habe ich dann mit der definitiven Ausschalung begonnen, welche in einem Alptraum endete, da ich feststellen musste, dass die Mauer im BA2-Teil in der vertikalen um etwa 4-5cm überhängt und auch die Horizontale eher Ziehharmonikamässig verläuft.

Beim Abschluss der Ausschalarbeiten am Samstag musste ich in BA1 noch schaurige Abschnitte ertragen, in welchen der Beton nicht richtig verdichtet wurde, da Claudio wahrscheinlich Angst bekommen hatte, dass die Schalung weiter kommen würde. Diese Fakten haben mich derart belastet, dass ich Fabio um 15:00 auf die Baustelle gebeten habe. Das Resultat jedoch war genau dass, wass ich schon vermutete: Ausgleichen mit Putz resp. Dämmung. Zum kotzen. Genau die Basteleien, die ich über alles hasse. Ausserdem mit Raumverlust von 4 cm verbunden, wenn man nicht dafür Dämmquerschnitt opfern möchte. Fabio hat noch vorgeschlagen, höher isolierendes Material, als das geplante zu benutzen, um schlussendlich den Querschnitt nicht erhöhen zu müssen, aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Dämmputz gibt, welcher das schon gute Lambda von 0.038 W/mK vom geplanten Foamglas noch übertrifft. Gerade Putzmaterialien müssen wegem dem Kleber immer ordentliche Abstriche machen. Herkömmliche Dämmputze besitzen ein Lambda von etwa 0.07 W/mK, die EMPA hat gerade kürzlich eine Publikation zu einem neuartigen Dämmputz gemacht, welcher um die 0.03 W/mK bieten wird. Der wird jedoch frühestens 2013 auf den Markt kommen und schlägt das reguläre Foamglass auch nicht oder nur sehr knapp. Das heisst: Aufwendige Ausgleichsarbeiten, 4 cm Raumverlust und eine steilere Treppe. Für das erstere wird Fabio direkt aufkommen müssen (i.e. die Leistungen selber erbringen), für die letzteren beiden ist eine ordentlicher Preisnachlass als Entschädigung fällig.


Das ärgerliche an der Sache ist, dass ich mehrmals Hinweise gegeben und Vorschläge gemacht habe, um gut zu spriessen, welche jedoch in den Wind geschlagen wurden. Ausserdem ist kein Bauführer vorbeigekommen, um die Arbeit zu kontrollieren. Zusätzlich dürfte das mangelhafte horizontale Aussteifen einem erfahrenen Schaler absolut nicht passieren, da dies definitiv nicht von den äusseren Gegebenheiten, sondern in diesem Falle nur vom Modulsystem abhängig ist.

Sonntag, 8. Juli 2012

Enkadrain, Eisen und Betonieren Bodenplatte EG nord


Am Montag war der erste Arbeitstag von Josch, welcher sogleich durch Carla in das Binden von Anschlusskörben eingeführt wurde, während ich begann, die Enkadrainmatten für die EG-Nordwand aufzuhängen und zu verschweissen. Am Nachmittag habe ich dann die Decke des UG in BA1 im Norden aufgetrennt und den Balken mittels Otto-mässigen Seilzügen ins EG hinabgelassen. Die Auftrennung ist nötig, dass man die Drainagematte ordentlich aufhängen kann und später durch den Spalt den Beton pumpen kann.

Am Dienstag haben Josch und Carla den Anschlusskorb fast fertiggebunden, während ich die Enkadrainmatten fertiggeschweisst habe. Ausserdem haben wir im EG BA1 die alte Täferwand abgebrochen und den Boden zum besseren Arbeiten und Betonieren abgesägt.

Am Mittwoch habe ich die Schalung begonnen und zum grossen Teil fertiggestellt, um am Donnerstag mit dem Verlegen der Matten fortzufahren. Ausserdem mussten noch die Anschlusseisen von der unteren Mauer abgebogen werden. Zum Glück stimmten alle Eisenabstände, da wir sehr konservativ gearbeitet haben. Bis der sogenannte Betoncountdown II abgeschlossen war, war es dann auch 24:00.

Am Freitag war die beste Betonage, die wir je hatten. Um 7:15 kam Ernesto und sogleich auch die Pumpe. Mit Niveaunägeln in der Schalung, "Banchine" auf der anderen Seite und kontrolliertem Vibrieren konnten sich die 7.5 Kubikmeter Beton sauber zu einer schönen Bodenplatte transformieren. Finish mit einer Taloche am Stiel. Um 10:00 war der Spuk auch schon vorbei.


Eisenüberdeckung checken.
Rinn mit der Sosse!
Ernesto und Uli ersaufen
im Beton.





Sonntag, 1. Juli 2012

Letzter Aushub und Drainage EG nord


In der Woche vom 25.6.2012 bis 1.6.2012 haben wir zuerst alle restlichen Schiefer- und Mauerbestände abgetragen um im Anschluss nach dem OK von Peter Brem den Pfeiler zwischen BA1 und BA2 abzubrechen.

Am Mittwoch gab es mühsame Komplikationen mit der Laurent SA, welche uns unsere Mulden schon Montag und Dienstag unangenehm spät gewechselt hat. Daher haben wir extra am Dienstag Nachmittag den Muldenwechsel schon für Mittwoch Vormittag bestellt, damit das ein wenig glatter läuft. Am Mittwoch hat uns die Laurent AG jedoch derart hängen gelassen, dass wir schlussendlich erst um 18:00 mit dem Aushub beginnen konnten. Carla und ich waren enorm echauffiert. Ich werde für die Mulden vom Dienstag und Mittwoch noch einen Preisnachlass/Gratismulde einfordern.

Bis am Freitag haben wir alle Niveaus bis und mit BA1 auf Betonierniveau gebracht und die Drainage für ordentliche Betonummantelung und 0.5% Normgefälle vorbereitet, so dass wir am Samstag diese einbetonieren können.

Am Samstag haben dann Carla, Daga und ich zuerst noch die obere (EG) Drainage mit der unteren (UG) verbunden und dann mit dem Betonieren begonnen. Aufgrund der Strapazen der vorangehenden Woche habe ich Carla dann freigegeben und Daga und ich haben die Drainage soweit Fertigbetoniert, wie der Kies langte. Dazu haben wir noch nicht die Schrägen betoniert, sondern nur die Drainrohrunterlage mit richtigem Gefälle eingebracht. Am Sonntag haben wir dann wieder mal Kies aus dem Kieswerk unter der Schranke durch herauscarettlet, um dann den Drainagenfeinschliff zu vollenden.